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Motorrad- Reifentests, die Werbung und die Realität!

Uns hat an Tests der einschlägigen Zeitschriften immer gestört, dass ein Umfeld für die Test gewählt wurde, dass sich in keiner Weise mit der "freien Wildbahn" vergleichen ließ;

In der Tat kann man Ergebnisse bestens vergleichen, wenn man identische Bedingungen, um z. B. die Nässeeigenschaften eines Motorrad- Reifens zu ermitteln, schafft.

Soll heißen, das identische Motorrad, die gleiche Teststrecke und möglichst der gleiche Fahrer. Einen Reifen bis zur Verschleißgrenze zu bewegen, ist bis jetzt noch in keinem Test praktiziert worden - wie auch - Mannstunden, Motorradkosten usw.

 

Für uns war das Ermitteln von Anfangs- Profiltiefe, Verschleiß nach 3.500 Km und das rechnerische Ermitteln der wahrscheinlichen Laufleistung eines Reifens schlicht zu viel "Labor" und auch Teststrecken von München zum Gardasee waren nicht ausreichend repräsentativ.

 

Als Männer & Frauen vom Fach sollten folgende Maxime für unsere Reifentests gelten:

  • Reale Testbedingungen in einer Saison, mit Sonne, Regen, kalt, warm

  • seriennahe Motorräder mit seriennaher Bereifung

  • keine Rennstrecke, nur Landstrasse

  • Wochenendtouren und auch Urlaube

Also ging es mit 2 Testern, der Chefin und dem Schrauber im Hause "Motorradteile und Zubehör in Lissendorf" los.

Neue Reifensätze gekauft, montiert, gewuchtet und den Kilometerstand notiert.

 

Heute sind wir mehrere Testfahrer, um vor allem mehr Reifensätze zur gleichen Zeit testen zu können.

 

Die Test- Ergebnisse waren zum Teil sehr erstaunlich; schwelgen manche Hersteller mit ihren "Laborwerten" jenseits der 10.000 Km- Reichweite - analog der zuvor genannten Motorrad- Zeitschriften, erreichten wir im besten Fall nur 6.000 Km! Oft war es der Fall, dass wir mit Mühe noch 4.500 Km erreichten - mit Tourensport- Reifen wohl gemerkt!

 

Was war passiert? - "Labor" war passiert.

 

Wir wollen klar stellen, dass uns nicht daran gelegen ist, die Hersteller zu verärgern oder Zeitschriften und deren Testergebnisse herab zu setzen, nein, nur die Art, wie Laufleistungen und Reifeneigenschaften ermittelt werden, halten wir nicht für angemessen. Es wird ein hochpreisiges Produkt verkauft, dass überdurchschnittliche Eigenschaften aufweisen muss - hier erwarten wir eine vergleichbare Testqualität.

 

Bestes Beispiel ist der zuletzt von uns getesteten Bridgestone T30. Es nutzt den geschätzten Kunden wenig, wenn Valentino Rossi als Werbeträger fungiert und voller Hoffnung der Kauf getätigt wird, um dann mit Entsetzen fest zu stellen, dass alle vollblumigen Versprechungen den Reifen nicht davor bewahren, bei unter 4.000 Km mit fliegenden Fahnen einzugehen!

 

Noch ein Beispiel: Pirelli Angel GT; der ST war ein verlässlicher Partner, ein Reifen, der alles sehr gut konnte und eine Laufleistung von 5.000 Km locker erreichte - wir haben den Reifen mehrfach und mit unterschiedlichen Testern gefahren. Jetzt erscheint Pirellis Angel GT und schon taucht das Phänomen der "plötzlichen Gummischwindsucht" wieder auf: 4.000 Km wurden von uns mit Mühe erreicht.

 

Erfolgt marktweit eventuell eine Anpassung der "konstruierten" Laufleistung?

 

Tourensportreifen haben seit Erscheinen des Metzeler Z6 gezeigt, dass sie im "Landstrassen- Temperatur- Fenster" dem Supersportreifen ebenbürtig, wenn nicht überlegen sind. Ist die Schere den Herstellern zu weit auf gegangen? Liegt der Absatz aller Reifen heute meist auf Tourensportreifen? Ist diese Kundenausrichtung kontraproduktiv zu den Umsätzen?

 

Fragen über Fragen und irrelevant für unsere Tests für unser Reifen- Kunden: Das Ergebnis zählt und unterstützt Sie bei Ihrer Kaufentscheidung und genau so war es geplant!

 

Lassen Sie sich regelmäßig von unseren Testberichten informieren; zur Info: als Reifenhändler bieten wir Reifensätze für alle Motorräder an.

 

Wir fahren die echten Motorrad- Reifentests!

Wie und wo testen wir?

Wir fahren Reifentests weder auf Rennstrecken noch nach fest vorgegebenen Testzyklen, sondern testen den Reifen auf einem normalen Serienmotorrad im Landstrassen- Trimm in der Eifel, um die gewonnen Ergebnisse auch für Sie nachvollziehbar zu erklären und auf Ihr Motorrad übertragbar zu machen. Besonderes Alleinstellungsmerkmal: wir fahren den Reifen bis zur Verschleißgrenze; unsere Tests sind somit fundamental und aussagekräftig, im Gegensatz zu so mancher Zeitschrift, die lediglich den Verschleiß und die Eigenschaften "hochrechnen".

 

Natürlich kann man nicht pauschal sagen: wenn der Reifen auf unserer Yamaha funktioniert, funktioniert er auf Ihrer Suzuki ebenfalls gleich gut - nein - aber die grundsätzlichen Charaktereigenschaften des Reifens sind in der Tat auf jedes Motorrad übertragbar.

 

Die Testmotorräder:

Das Reifentester- Team besteht aus mehreren Fahrern mit seriennahen Motorrädern, wie Honda VTR 1000 F, Yamaha TRX 850, Aprilia RSV 1000 R.

Das Fahrwerk ist seriennah belassen, jedoch in den meisten Fällen auf das Fahrergewicht angepasst und die Testleistung beträgt jeweils ~10.000 Kilometer pro Jahr und Testfahrer.

 

Wir wünschen Ihnen einen interessanten Aufenthalt!

Ihre Nicole Hannen & Team

 

Derzeit laufende Tests:

Dunlop Sportmax Sportsmart 2 MAX

Tendenz bis dato: gut bis sehr gut

Erscheinen des Testberichts: Frühjahr 2018

 

 

Reifentests der M-U-Z in der Übersicht:

alle PDF stehen kostenlos zum Download zur Verfügung! © by M-U-Z

 

Pirelli Diablo Rosso III
Michelin Pilot Power 2CT
Michelin Pilot Power 3 - Teil 1 -
Michelin Pilot Power 3 - Teil 2 -
Dunlop Sportmax Sportsmart 2
Continental Sport Attack II
Dunlop Sportmax Roadsmart 2
Pirelli Diablo Rosso II
Dunlop Sportmax Roadsmart
Continental Road Attack II

Im stillen Gedenken an Manfred Frank † 24.09.2015